„Die Geschichte der Mathematik”

Kunst im Öffentlichen Raum „Die Geschichte der Mathematik”

Kunst im Öffentlichen Raum
„Die Geschichte der Mathematik”

Sechs Personen befinden sich in einer gemeinsamen blauen Sphäre. Der sechste, Archimedes, ist nicht persönlich anwesend, sondern ist durch sein Symbol vertreten, welches auch statt seines Namens auf seinem Grabstein gestanden hat. Pythagoreers meint, dass die Zahl 6 die perfekte kleinste Zahl ist.

Anhand dieser Arbeit werden die Frühgeschichte und die Entwicklung der Mathematik als ein großes System aufgegriffen. Aus der Anordnung der Figuren ergeben sich Unten- und Oben geordnete Verhältnisse, die auch auf eine chronologische Ordnung hinweisen. Im unteren Teil des Bildes – von links nach rechts – befindet sich Thales, der den Beginn symbolisiert. Dann Pythagoreers und Euklid. Das erste geschriebene mathematische Werk stammt von Euklid, welcher selbst eine ordnenden/systematisierenden Vorstellung gehabt hat. Sein Buch ist nach der Bibel das am häufigsten herausgegebene Werk.

Die zentrale Figur ist Pythagoreers, der die Welt als ein globales System verstehen wollte. Er hat die Grundlage dafür in den Zahlen gefunden. Er hat daran geglaubt, dass sowohl die Weltprozesse als auch die kleinsten Elemente durch Zahlen zu verstehen sind, bzw. mit Zahlen auszudrücken sind. Seine Weltanschauung hat er wie in Mysterien, in Gruppen verbreitet, die in kommunistischer Weise zusammengelebt haben.

Kunst im Öffentlichen Raum „Die Geschichte der Mathematik”

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„Die Geschichte der Mathematik”

Die nächste Figur ist Thales, der als einer der ersten gemeint hat, dass die Welt keine Erschaffung Gottes, sondern wie ein logisches System begreifbar ist. Der Urstoff, aus dem die Welt entstanden sein soll, ist bei ihm das Wasser. Er ist vom Wasser aufgehoben abgebildet, wie er den Himmel beobachtet, welcher auch zu seinem Interessensgebiet gehörte.

Die sitzende Figur ist Fibonacci, welcher während seiner Afrika-Reise die arabische Kultur studierte, und schließlich eine „Brücke“ zwischen den zwei Kulturen und den Zahlensystemen gebildet hat, um diese miteinander zu vereinbaren und zu vergleichen.

Descartes befindet sich an der Spitze der Komposition. Mit seiner Körperhaltung deutet er auf den Beginn hin; mit seinem Hauptwerk: drehte er die gesamte Denkweise seiner Vorgänger um, er leitete die Philosophie vom Mathematik ab. Der in sich drehende Haltung betont seine Hauptthese, die neue Grundlage, der Subjektum, welche sich reflektieren kann.